Kris Vietze: Einstimmig für die Ständeratswahlen nominiert

Nationalrätin Kris Vietze ist bereit für die Ständeratswahlen 2027. An der Mitgliederversammlung in Sulgen wurde sie einstimmig und mit grossem Applaus als Ständeratskandidatin nominiert. Zudem fasste die FDP Thurgau die Parolen für die Abstimmungen vom 14. Juni 2026: Eine wuchtige Nein-Parole zur sogenannten Chaos-Initiative und zwei deutliche Ja-Parolen zum Zivildienstgesetz und zur kantonalen Vorlage «Anpassung der Finanzkompetenzen».

«Menschen wünschen sich Stabilität, Sicherheit und klare Perspektiven, genau dafür setze ich mich ehrlich ein», betonte Nationalrätin Kris Vietze an der Mitgliederversammlung der FDP.Die Liberalen Thurgau in der V-ZUG Kühltechnik AG in Sulgen. Auf komplexe Fragen gebe es – anders als das häufig vorgegaukelt werde – keine einfachen Antworten. «Mir geht es nie um kurzfristige Effekte, sondern darum, Entscheidungen zu schaffen, die langfristig funktionieren, ausgewogen sind und Mehrheiten finden.»

Ziel angehen: Gemeinsam statt gegeneinander

Parteipräsident Gabriel Macedo erläuterte, weshalb die Parteileitung einstimmig Kris Vietze als Kandidatin für die Ständeratswahlen 2027 empfiehlt. «Unsere Nationalrätin Kris Vietze hat das, was kaum jemand in Bern hat. Sie ist Teil des Unternehmertums mit exzellentem Finanzwissen und gleichzeitig engagiert für Gesellschaft und Kultur. Als unabhängige und verlässliche Kraft baut sie Brücken zwischen Menschen, Wirtschaft und Politik. Sie bringt die Menschen zusammen, um gemeinsam Ziele zu erreichen, die allen nützen.» Als frühere Kantonsrätin und ehemalige Präsidentin der Thurgauer Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission, aber auch dank ihrem umfangreichen ehrenamtlichen sozialen Engagement und ihrem Einsatz im Bildungsbereich habe Kris Vietze bewiesen, dass sie alles mitbringt, um sich auch als Standesvertreterin in Bern bestens für den Kanton Thurgau einzusetzen. Die amtierende Präsidentin der IHK Thurgau ist bereit, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen. Die 57-Jährige Frauenfelderin wird am 24. Oktober 2027 als Nationalrätin und als Ständerätin zur Wahl antreten. Einstimmig und mit grossem Applaus nominierten die über 100 Anwesenden Kris Vietze als Ständeratskandidatin. Die Nominierung für die Nationalratswahlen findet an einer separaten Versammlung im Spätherbst statt.

Keine Chance für die Chaos-Initiative

Kantonsrat Thomas Leu stellte die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» vor. Die Initiative fordert, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis zum Jahr 2050 die Grenze von 10 Millionen Einwohner nicht überschreitet und bereits ab einer Schwelle von 9.5 Millionen Massnahmen ergriffen werden müssen. Die internationalen Abkommen inklusive der Freizügigkeit müssten zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt werden. «Ein starrer Bevölkerungsdeckel schafft viele neue Probleme, löst aber keine bestehenden», findet Thomas Leu. Denn falle die Personenfreizügigkeit weg, drohe ein Versorgungskollaps im Gesundheitswesen und der Wirtschaft, befürchtet der FDP-Fraktionspräsident. «Wenn wir den Zugang zum Schengen-Dublin Abkommen nicht mehr nutzen können, droht zudem eine Überflutung von Armutsmigranten.» Eine sehr grosse Mehrheit der FDP-Mitglieder will keinen Frontalangriff auf Wohlstand, Sicherheit und die internationale Zusammenarbeit. Die Nein-Parole fiel mit 92 Nein- zu vier Ja-Stimmen (vier Enthaltungen) zur sogenannten Chaos-Initiative überaus deutlich aus.

Armee stärken

Berufsoffizier Reto Brunschweiler erläuterte die Änderungen des ebenfalls am 14. Juni 2026 zur Abstimmung kommenden Zivildienstgesetzes. Die sechs Massnahmen sollen dazu beitragen, dass der Zivildienst wieder seinen ursprünglichen Zweck einer verfassungsbasierten Sonderlösung für Personen in einer Ausnahmesituation mit einem Gewissenskonflikt erfüllt und der Wechsel von der Armee zum Zivildienst mit höheren Hürden verbunden ist. Mit nur einer Gegenstimme beschlossen die FDP-Mitglieder die Ja-Parole. Mit der Änderung der Thurgauer Kantonsverfassung werden die Finanzkompetenzen von Parlament und Regierungsrat neu geregelt. «Ziel ist es, finanzpolitische Entscheidungen effizienter zu machen, ohne die Mitbestimmung der Bevölkerung zu stark einzuschränken», erläuterte Kantonsrat und GFK-Mitglied Andreas Opprecht. Die Ja-Parole fiel deutlich aus (94/4/2). Die von Kassierin Rebecca D’Antuono präsentierte Jahresrechnung 2025 der FDP Thurgau schliesst mit einem minimen Gewinn ab und wurde von den Anwesenden einstimmig genehmigt.